Gebäudebrand

Gebäudebrand

Datum: 19. Oktober 2008 um 10:28
Alarmierungsart: Melder und Sirene
Dauer: 6 Stunden 30 Minuten
Einsatzart: Brandeinsatz > Gebäude Brand
Einsatzort: Einbeck – Elbinger Straße
Einheiten und Fahrzeuge:


Einsatzbericht:

Großbrand bei Henniges Nutzfahrzeuge in

der Eilbingerstraße am Sonntag

Mehrere Wehren im Einsatz/Über 100 Feuerwehrleute bekämpften
Brandherd/Schaden über 1,5 Millionen Euro

Am gestrigen Sonntagmorgen (19.10.2008) mussten über 100 Feuerwehrleute einen Großbrand in der Firma Hennigs Nutzfahrzeuge im Gewerbegebiet-West bekämpfen. Gegen 10.05 Uhr heulten die Sirenen, nachdem aufmerksame Anwohner unverzüglich die Leitstelle in Northeim telefonisch alarmiert hatten. Das schnelle und besonne Handeln der Einsatzkräfte hat eine größere Katastrophe verhindert und sorgten dafür dass das Feuer nicht auf die angrenzenden Firmengelände übersprang. Die Schwerpunkt-Feuerwehr Einbeck mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehren aus Salzderhelden, Vogelbeck, Odagsen, Dörrigsen, Edemissen, Dassel, FTZ-Northeim, TL Nord und Werksfeuerwehr KWS hatten das Feuer am Sonntag gegen 14 Uhr unter Kontrolle, Glutnester in verschiedenen Bereichen des Gebäudes verhinderten aber eine frühzeitige Entwarnung.

Einbeck (pk). Der Brand ist nach ersten Angaben der Feuerwehr vermutlich im unteren Trakt des Firmengebäudes entstanden, wo sich die Büro- und Sozialräume befinden. Brandursache könnte ein technischer Defekt gewesen sein, nähere Angaben konnte die Feuerwehr-Einsatzleitung aber noch nicht machen. Das Feuer wurde durch Passanten entdeckt, die sofort die Einsatzleistelle in Northeim alarmierten. Daraufhin wurde sofort Vollalarm für die Schwerpunkt-Feuerwehr Einbeck ausgelöst.

Zur Unterstützung wurde die Stützpunktfeuerwehr Salzderhelden, Dassel, Odagsen, Edemissen,Dörrigsen,FTZ-Northeim,TL Nord und die Werksfeuerwehr KWS sowie auch die Ortsfeuerwehr Vogelbeck alarmiert. Ebenfalls vor Ort war auch die FB4 des Landkreises Northeim, welches mit der Umweltmessung für die Sicherheit der Bevölkerung zuständig ist. Vorsorglich wurde die Bevölkerung über das Radio zum Schließen von Fenstern und Türen aufgefordert. Eine Gefahr für die angrenzenden Anwohner hat aber zu keiner Zeit bestanden. Zur Eigensicherung der Feuerwehrleute war auch ein Sanitätsteam des DRK Einbeck mit mehreren Rettungskräften an der Einsatzstelle.

Die Einsatzleitung lag beim stellvertretenden Ortsbrandmeister Helmut Böttcher, Brandabschnittsleiter Frank Langheim, Stadtbrandmeister Lars Lachstädter und Kreisbrandmeister Bernd Kühle. Beim Eintreffen der Feuerwehr quoll bereits dichter Qualm aus mehreren Gebäudeteilen die schon von weitem Sichtbar waren. Über 100 Feuerwehrleute begannen unverzüglich mit den Löscharbeiten. Zunächst mussten aber mehrere Schlauchleitungen gelegt werden, um die Wasserversorgung zu sichern. Ein schnelles Eingreifen war in diesem Fall besonders wichtig, da durch ein Ausbreiten des Feuers und dadurch entstehender Funkenflug, die angrenzenden Firmen in Gefahr geraten konnten.

In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich weitere Werkstätten und desweiteren ein Lackierbetrieb. Hier hätte das Feuer eine noch größere Kathastrophe auslöäsen können. Zum Eisnatz kamen vier Drehleitern, sowie die Wärmebildkamera der Werksfeuerwehr KWS. Mit schwerem Atemschutzgeräten drangen die Feuerwehrleute in das Gebäude ein um die Lage zu sondieren. Der bisherige Schaden wird auf über 1,5 Millionen Euro belaufen, genaue Angaben können aber erst gemacht werden, wenn die kompletten Ausmaße des Brandes feststehen. Firmeninhaber Christoph Henniges hat den Betrieb erst seit März diesen Jahres übernommen. Er beschäftigt derzeit über zwanzig Mitarbeiter. Inwieweit diese Arbeitstsellen durch den Brand in Gefahr geraten können bleibt abzuwarten. Man kann nur hoffen, dass der reguläre Betrieb so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden kann.

Auch Einbecks Bürgermeister Ulrich Minkner machte sich vor Ort ein Bild des Geschehens und zeigte sich Fassungslos. Er hoffe aber nicht so Minkner, dass dadurch weitere Arbeitsplätze verloren gehen und wird sich Gedanken darüber machen, wie unbürokratisch hier der Firma geholfen werden kann.

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