Feuer in der Grundschule

Feuer in der Grundschule

Datum: 13. April 2011 um 19:45
Alarmierungsart: Melder
Dauer: 2 Stunden 45 Minuten
Einsatzart: Übung
Einsatzort: Vogelbeck – Angerstraße
Einheiten und Fahrzeuge:


Einsatzbericht:

Feuer in der Grundschule

Vogelbeck / Stadt Einbeck / Landkreis Northeim (hl) (chd) Am Mittwochabend fand in der Grundschule Vogelbeck / Salzderhelden in der Vogelbecker Angerstraße eine groß angelegte Einsatzübung mit Freiwilliger Feuerwehr (FF), Deutschem Roten-Kreuz (DRK), Technischem Hilfswerk (THW) und der Hundestaffel des Deutschen-Roten-Kreuzes statt.
Die Ausgangslage war, dass bei einer Theaterprobe in der Aula der Grundschule in Vogelbeck durch unsachgemäße Handhabung von pyrotechnischem Material auf der Bühne zu einer Verpuffung kam. Durch diese Verpuffung wurden 12 Schüler / Schülerinnen der übenden Klasse verletzt, einige davon auch schwer. Die Aula und die übrigen Räume waren in kürzester Zeit stark verqualmt. Zwei Schüler die sich selbständig aus dem Gebäude retten konnten, flohen unter Schockenwirkung in die nahe gelegene Feldmark am Grillplatz in Vogelbeck.
Nachdem der Notruf in der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle in Northeim eingegangen war, lösten die Disponenten die Digitalen Funkmeldeempfänger (DFME) und Sirenen der Ortsfeuerwehren Vogelbeck, Salzderhelden und der Schwerpunktfeuerwehr Einbeck aus. Weiterhin wurden das THW Einbeck, das DRK Einbeck und Northeim, sowie die Rettungshundestaffel des DRK Einbeck alarmiert. Zur Sicherstellung des reibungslosen Funkverkehrs und der Einsatzdokumentation vor Ort, wurde der Bus der Technischen Einsatzleitung Nord (TEL) ebenfalls alarmiert. Um genügend Atemschutzgeräteträger zur Verfügung zu haben zusätzlich wurden die Ortsfeuerwehren Sülbeck und Immensen über Sirene alarmiert. Die Verpflegung der Einsatzkräfte übernahm der Verpflegungs- und Betreuungszug des DRK.
Nachdem die Kräfte der Feuerwehren aus Vogelbeck und Salzderhelden am Einsatzort angekommen waren, begannen sie sofort mit der Rettung der Personen. Da das Gebäude stark verqualmt war, mussten die Trupps mit schwerem Atemschutz in das Gebäude über das Treppenhaus und eine 4-teilige Steckleiter vorgehen. Die verletzten Personen, die von den Feuerwehrleuten gerettet wurden, wurden auf einen vor der Schule provisorisch eingerichteten Ablageplatz gebracht, wo aus sie dann von den inzwischen eingetroffenen Rettungskräften des DRK versorgt wurden. Nach der Erstversorgung wurden die Verletzten zum Behandlungsplatz vor der Sporthalle transportiert und in den dort aufgebauten Zelten weiterversorgt. Einige Rettungskräfte wurden zur Sicherstellung des Eigenschutzes für die eingesetzten Rettungskräfte eingesetzt. Das THW Einbeck hatte die Aufgabe den Behandlungsplatz großflächig auszuleuchten und Arbeitsstrom für die DRK Einsatzleitung und die zwei Behandlungszelte bereitzustellen. Weiterhin standen sie zur Tragehilfe für den Rettungsdienst bereit und stellten einen Fachberater für die TEL zur Einsatzführung und Dokumentation der eigenen Kräfte in Abstimmung mit der TEL.
Nachdem alle Personen gerettet und mehrere Wasserförderstrecken von der Wasserentnahmestelle aufgebaut worden waren, konnte aus sechs C-Rohren und einem Wenderohr vom Korb der Drehleiter aus Einbeck das Feuer gelöscht werden.
Die beiden Personen die unter Schock in die Feldmark gelaufen waren, wurden, nachdem die Rettungshunde die Suche aufgenommen hatten, nach fünf Minuten durch die Rettungshunde Lissy und Fly gefunden. Anschließend wurde eine Person der beiden gefundenen Personen von den Helfern des THW mittels einer Schleifkorbtrage einen steilen Abhang hinaufgetragen und den bereitstehenden Rettungskräften übergeben.
Das Übungsziel war neben der Zusammenarbeit von Feuerwehr, Rettungsdienst und THW, die Einsatzleitungsbildung mit der Technischen-Einsatzleitung, das Sicherstellen der Kommunikation, die Bildung von Einsatzabschnitten, die Rettung verletzter Personen, die Brandbekämpfung sowie die Wasserförderung über lange Wegstrecken.
Übungsbeobachter waren: Abschnittsbrandmeister Nord Frank Langheim, Stadtbrandmeister Einbeck Lars Lachstädter und Führungskräfte vom DRK und THW Einbeck.
Die Betreuungsgruppe des DRK war für die Herstellung und Ausgabe von Warmverpflegung und Getränken für die 140 Einsatzkräfte zuständig. Nachdem der Handwaschplatz für die Einsatzkräfte von der Betreuungsgruppe aufgestellt worden war, gab es dann eine heiße Gulaschsuppe mit Würstchen, Kaffee, Tee und kalte Getränke am Feuerwehrhaus Vogelbeck. Eine Übungsbesprechung wird mit den Führungskräften der teilgenommenen Organisationen zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Horst Lange, Christopher Dickhuth,

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